Mirak-Weissbach Foundation

Unterstützung sozialer Projekte - 2016

Neue Einrichtungen für das Kinderschutzzentrum in Eriwan
Eriwan, April 25, 2016 – Das Kinderschutzzentrum ist eine einzigartige Einrichtung des Fund for Armenian Relief (FAR www.farusa.org). In der Hauptstadt Eriwan bietet es Schutz für Kinder in Not, sei es für einen kurzen Aufenthalt oder sogar als neues, betreutes Zuhause. Das Personal kann mit Hilfe eines Notrufdienstes (Hotline) schnell eingreifen. Bei ihrem Aufenthalt im Zentrum werden die Kinder von Sozialarbeitern, Ärzten, Psychotherapeuten und Kunsttherapeuten unterstützt, bei Bedarf auch von Erziehern und der Polizei.
In den letzten zwei Jahren hat die Mirak-Weißbach-Stiftung die Modernisierung des Zentrums finanziell unterstützt. 2015 wurden die Kellerräume renoviert, sodass dort jetzt auch im Winter Sport getrieben oder Tanzunterricht erteilt werden kann. 2016 wurden die Sanitäreinrichtungen – Toiletten, Waschbecken und Duschen – erneuert. Bei einem Besuch des Zentrums am 25. April informierten sich die stellvertretende Landesdirektorin der FAR, Margarit Piliposyan, und Muriel Mirak-Weissbach über den Fortschritt der Renovierungsarbeiten. Im großen Keller hatten die Handwerker den Fußboden völlig entfernt, das Fundament erneuert und einen neuen Boden eingesetzt. Wie Mira Antonyan, Direktorin des Zentrums berichtete, wurde der neue Übungsraum im Winter fleißig für Gymnastik und Tanzstunden genutzt. Lächelnd zeigte sie auf einen Boxsack in der Ecke: so etwas könne für einige Problemkinder ein wichtiges Aggressions-Ventil darstellen.
Im Erdgeschoss waren die Handwerker damit beschäftigt, Stromkabel zu verlegen und die Duschen zu fliesen. Frau Antonyan erklärte, man habe die alten Kabel und Rohre ausgetauscht und neue Duschen, Waschbecken und Toiletten eingebaut. Diese neuen Einrichtungen seien wichtig, nicht nur weil gute Hygiene eine Voraussetzung für ein gesundes Leben darstelle, sondern auch aus psychologischen Gründen. Wenn Kinder ins Zentrum kämen, versuchten sie und ihre Mitarbeiter, ihnen zu helfen, die traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Und dabei sei die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens absolut zentral. Das hieße, das eigene Zimmer in Ordnung zu halten, die Klamotten gefaltet und sauber im Schrank zu lagern und saubere Sanitäreinrichtungen zu haben – alles trage dazu bei, sich selbst wertzuschätzen. (Es erinnert an das alte Sprichwort: „Sauberkeit ist das halbe Leben“.)
Wenige Wochen nach diesem Besuch haben die Handwerke die Arbeit abgeschlossen und – wie man auf den Bildern sieht – sie haben hervorragende Arbeit geleistet.


Unten: Die sanitären Einrichtungen im FAR-Zentrum zum Schutz von Kindern,
vor und nach der Renovierung

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Unterstützung sozialer Projekte - 2015


23. Oktober 2015 – Tanzen in der renovierten Turnhalle
Die Turnhalle im Keller des Zentrums zum Schutz von Kindern (FAR) wurde Ende 2014 mit einer Spende der Mirak-Weißbach-Stiftung renoviert. Die Renovierungsarbeiten haben sichere, saubere und warme Räumlichkeiten geschaffen, wo die Kinder nicht nur Sport im Winter treiben können sondern auch andere Aktivitäten, zum Beispiel Tanzunterricht nehmen können.
http://blog.farusa.org/2015/07/13/far-scholarships-far-students-reach-vulnerable-children-through-dance/


Unterstützung sozialer Projekte - 2014


Im Jahr 2014 hat die Mirak-Weißbach-Stiftung ihre Aktivitäten auf die Unterstützung sozialer Einrichtungen ausgeweitet. Bei ihrem Besuch in Armenien vom 29.9. bis 9.10.2014 konnten wir 2 neue Einrichtungen kennenlernen, die inzwischen mit Geldbeiträgen unterstützt wurden.

Mer Doon (“mein Haus”)

Mer Doon

Muriel Mirak-Weißbach und Bewohnerinnen des Hauses schauen sich ein Video über das Projekt “Mer Doon” an.

Diese Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) wurde im Januar 2005 auf Initiative von Julie Aschekyan in Armenien gegründet. Sie hat das Ziel, junge verwaiste Frauen, die mit 18 Jahren aus dem Waisenhaus entlassen werden, auf ihrem weiteren Lebensweg ins Berufs- und Erwachsenenleben zu versorgen und zu begleiten. Seit 2006 sind 11 Frauen in einem neuen großzügigen 2-stöckigen Haus mit Garten in einer Art Wohngemeinschaft in Edschmiatsin untergebracht. Sie versorgen den Haushalt, erhalten Hilfe bei der Suche nach und in der Weiterbildung, im Studium oder in der beruflichen Ausbildung. Im Haus selber werden u.a. Unterrichtsmöglichkeiten in folgenden Bereichen durchgeführt: Hauswirtschaft, Fremdsprachen, Computer-Kompetenz, Psychologie, Religion und Ethik.
Durch die Einrichtung werden alle Ausgaben für Essen, Kleidung, Lehrgeld, medizinische Versorgung udgl. gedeckt. Auch im Falle einer Eheschließung übernimmt die Einrichtung anfallende Kosten.
Die Mirak-Weißbach-Stiftung hat mit ihrer finanziellen Unterstützung im November 2014 ermöglicht, dass ab Januar 2015 ein neues Programm anlaufen kann. Es soll den Frauen Lehrstellen in Teil- oder Vollzeit vermitteln, sie auf die Lehrzeit vorbereiten, die Ausgaben und Stipendien während der Lehrzeit tragen und sie in der Zeit der Lehre und Ausbildung begleiten und betreuen.
Mer Doon

Das neue, schöne Frauenhaus "Mer Doon" in Edschmiatsin



big_playLink zum Film (DVD) mit Einführung
  
links_thumb[6]-1Link zur Webseite www.mer-doon.com

Zentrum zum Schutz von Kindern

Kinderschutz

Der Innenhof des aus einem Polizeigefängnis entstandenen Zentrums zum Schutz von Kindern. Im Hintergrund das Gebäude, in dem die jüngsten der betreuten Kinder zu Hause sind.

Diese Einrichtung wurde initiiert und ständig weiterentwickelt unter Federführung des Fund of Armenian Relief (FAR). Sie bietet Kindern Schutz, die verlassen, vernachlässigt, mißhandelt oder in Kinderarbeit mißbraucht wurden, schwer erziehbar, obdachlos, alkohl- und drogensüchtig sind, mit dem Gesetz in Konflikt kamen, oder in Konfliktsituationen oder durch Katastrophen traumatisiert wurden. Seit dem Jahr 2000 bietet es Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 18 Jahren Schutz und vielfältige Hilfestellungen an.
Das Zentrum kann Kindern zeitweilig sichere Unterkunft und Schutz gewähren, medizinische und psychologische Hilfe anbieten. Ziel der Einrichtung ist es aber auch, eine baldige Rückführung des Kindes in die eigene Familie zu ermöglichen oder auch eine alternative Zuführung in eine Patenfamilie zu organisieren. Sie bietet vielfältige Beratungsdienste an von einer landesweit operierenden Hotline bis hin zu Stellen der Eltern-, Familien- und Jugendberatung.
Die Einrichtung ist die einzige dieser Art in ganz Armenien, ja bisher auch im gesamten ehemaligen “Ostblock”. Sie ist eingespannt in ein internationales Netzwerk von Organisationen des Kinderschutzes und mit landesweit in allen Provinzen Armeniens arbeitenden Organisationen verbunden, die sich dem Ziel des Kinderschutzes und der Stärkung von problembelasteten Familien widmen.

Das Zentrum ist ein ehemaliges Polizeigefängnis, das völlig neu umgebaut und gestaltet wurde. In einem Teil werden jüngere Kinder untergebracht und medizinisch, pädagogisch und psychologisch betreut. Im Hauptteil sind die Büroräume und die Zimmer für die älteren Kinder und Jugendlichen untergebracht. Es gibt Unterrichtsräume, u.a. einen großen Medienraum, einen Computerraum und Räume für künstlicherische Gestaltung. Im Keller gibt es Räumlichkeiten für sportliche Aktivitäten u.a. einen Fitness-Raum.
Der Innenhof des Geländes bietet Möglichkeiten für Ballspiele, allgemein Sport im Freien und auch einen Kinderspielplatz. Angeschlossen ist auch ein sorgfältig gepflegter Garten mit Obstbäumen und Gemüsebeeten.

Die Mirak-Weißbach-Stiftung hat im Jahr 2014 eine Spende geleistet, mit der die Fußböden im Keller, vor allem in den Fitness-Räumen wasserdicht und haltbar gemacht werden konnten.

Fitness

Links: der Boden der Turnhalle des Zentrums zum Schutz von Kindern im Oktober 2014. Recht: nach der Renovierung im Dezember 2014.


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Tanzender Kinder






Jerwandaschats neue Turnhalle
Das kleine Dörfchen Jerwandaschat liegt an der armenischen Grenze zur Türkei, etwa 45 km von Jerewan aus hinter der Provinzhauptstadt Armavir und 30 km hinter dem nationalen Denkmal in Sardarapat. In den etwa 200 Haushalten leben zwischen 800 und 1000 Einwohner. Ganz in der Nähe fließen der Arax und der Akhurian ineinander, und der fruchtbare Boden bringt köstliche Früchte hervor. Das Dorf hat darüber hinaus eine reiche Geschichte: (https://en.wikipedia.org/wiki/Yervandashat._Armenia).
Wie in den armenischen Grenzregionen allgemein ist die soziale Infrastruktur nur schwach entwickelt. Neben einer Arztpraxis und einem Kulturzentrum gibt es eine Schule mit Klassen vom 1. bis zum 9. Schuljahr. Eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten für Kinder unter 6 Jahren gibt es nicht.
Die Hauptschule wurde 1987 gebaut, das Dach 2004 renoviert und neue Fenster und Türen 2010 eingebaut. Der Direktor berichtete uns, daß der Sportlehrer in 21 Stunden pro Woche alle Schüler unterrichtet, und zwar in Gruppen, die 3 Stunden pro Woche Sportunterricht bekommen. Die Schüler haben Turnen und spielen am liebsten die Mannschaftssportarten wie Basketball, Fußball, Volleyball und Handball. Regelmäßig spielen die Teams der Schule gegen Mannschaften aus anderen Dörfern oder nehmen an Turnieren teil. Aber die Turnhalle steht auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung, z.B. für Tanz-Wettbewerbe und Freizeit-Feiern.
Die Turnhalle war 2016 in ganz schlechtem Zustand und der Fund for Armenian Relief (FAR) war bemüht, Unterstützer zu finden, die bei der Renovierung helfen könnten. Die Mirak-Weissbach-Stiftung beteiligte sich mit €7,500 an dem Projekt, so daß die Renovierung gedeckt war, neue Sportgeräte (Bälle, Volleyballnetz etc.) gekauft werden konnten und die Fußballmannschaft mit neuen Trikots ausgestattet werden konnte. Die Arbeiten begannen im Juni und waren Ende August gerade rechtzeitig zum neuen Schuljahr beendet. Im April 2017 besuchten wir die Schule in Jervandaschat und konnten begutachten, daß die Schüler in nagelneuem Outfit sehr viel Spaß an ihrer neuen Turmhalle haben.
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